Bildung

Natur und Sport
Wir gehen so oft wie es geht an die frische Luft. In den Wald, in den Zoo, um Tiere kennen zu lernen. Wir besuchen die Gruga, den Heissiwald. Dort füttern wir dann die vielen Rehe und Wildschweine. Kinder brauchen Auslauf, hinaus an die Luft, in den Wald und auf die Felder, damit sie sich so richtig austoben können. Bauernhöfe besuchen wir, um dort Tiere zu sehen oder Kartoffeln, Gemüse und Obst zu kaufen. Und um den Kindern die Naturerfahrung aller Jahreszeiten zu vermitteln. Turnen in meiner Wohnung, durch einen Tunnel klettern, auf den Boden legen und lustige Bewegungen machen, Kreisspiele spielen. Einfach mal alle Körperteile bewegen. Lustig umher tanzen.

Kreativität - Malen und Basteln
Schon mit kleinen Kindern kann man mit vielen Materialien arbeiten, z.B. Rasierschaum fühlt sich weich auf der Haut an, und man kann herrlich matschen. Reis und Luftballons, so wie das Füllen von Filmdosen mit Reis, macht den Allerkleinsten schon Spaß. Später male ich und bastele mit den Kindern, wenn sie größer sind. Knete herstellen, Salzteig anfertigen und noch vieles mehr.

Musik und Theater
Ich singe sehr gerne, sage z.B. Verse auf, oder wir machen andere Aktivitäten wie Kniereiter, Melodien mit Bewegungen, die Kinder gezielt nachahmen können. Lieder, Verse, Musikinstrumente z.B. Handschuhe mit Glöckchen. All diese Dinge haben meine Tageskinder über Jahre begeistert. Stuhlkreise, Kreislieder, meine Tageskinder lieben meine Handpuppen. Fast jede Puppe hat ein Lied, das wir dann singen. Das Puppentheater kommt auch immer gut an, alle Kinder werden dann ganz leise, weil sie wissen, gleich kommen Kasperle und seine Freunde und das böse Krokodil.

Literatur
Lesen ist mein Schwerpunktthema. Ausflüge zur Stadtbücherei sind immer ein Hit. Jedes Kind darf sich dann ein Buch aussuchen. Dazu: vorlesen von Büchern. Das fördert sie in ihrer Sprachentwicklung und ihrer kindlichen Phantasie. Kleine Kinder lernen durch Bilder sprechen, sie lernen Bilder zu bezeichnen. Sie erfreuen sich an den Farben. Die Phantasie der größeren Kinder kann man durch das Vorlesen anregen. Immer mal Pausen machen, so dass die Kinder Fragen stellen können. Sie lieben das Vorlesen, da es rundum still ist und der Erzähler (das bin ich) aus dem Vorlesen etwas Besonderes macht. Sätze betonen, es wird lauter, leiser, ganz leise oder ich flüstere. Man sollte den Kindern auch mal die Möglichkeit geben, das Ende der Geschichte selber zu erfinden. Sie müssen glauben, sie spielen gerade dieses Abenteuer mit. Kinder möchten Geschichten immer und immer wieder hören, sie geben acht, dass man auch nichts verändert. Denn sie lernen Geschichten schnell auswendig. Erzählen fördert das Denken unserer Kinder, denn sie leben gerne in einer Phantasiewelt. Meine Bücher helfen bei der Erziehung. Wichtige Themen werden behandelt z.B.:

  • "Der Schnuller muss weg" – Ein Bär von der Schnullerfee
  • "Wir streiten nicht" – Die kleinen Streithammel
  • "Wir mögen kein Gemüse" – Bert, der Gemüsekobold
  • "Wie werden unsere Kinder trocken?" – Der kleine Zauberer Windelfutsch

Diese Bücher haben mich oft sehr gut unterstützt.

Förderung des Kindes durch das Lesen
Ein Buch eröffnet dem Leser und dem Zuhörer neue und spannende Welten. Gedruckte Abenteuer werden „durchlebt“. Gefördert werden der Wortschatz, Sprachgebrauch und die Konzentrationsfähigkeit. Wichtige Faktoren sind auch Ausdrucksmöglichkeiten und Kommunikationsvermögen, die durch das Lesen trainiert und erweitert werden. Kommunikation ist Übungssache und wichtig, um so über Fehler und Probleme reden zu können.

Kluge Leser
Wer liest, weiß mehr. Das ist meine Meinung. Durch Bücher erfährt man mehr über Menschen, Länder, Geschichten oder über aktuelle Themen. Wissen macht schlau und hilft, eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Durch das intensive Lesen und später durch das Schreiben eines Textes werden Merkfähigkeit und Lernen am besten ausgebildet.

Eine Kleine Erziehungs-Geschichte eines Tageskindes
Mein 4 Jahre altes Tageskind Erik sagt nicht gerne bitte und danke, darauf lege ich viel Wert. Gute Umgangsformen müssen sein. Eines Tages besuchte ich eine Bekannte mit ihm, wir saßen auf ihrer Couch, auf dem Tisch standen Bonbons. Erik liebt Süßigkeiten wie alle Kinder. Plötzlich sagte er zu mir: Marion, jetzt sage ich mal was, was du schon immer von mir hören wolltest. Ich war erstaunt und dachte: was kommt denn jetzt? Marion, darf ich bitte ein Bonbon haben? Da musste ich erst mal lachen und er auch. Ich dachte, klappt doch. Irgendwann hat es jeder mal verstanden.